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> Das Internet - ein (schlechtes) Lesemedium  
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Das Internet ist vor allem aus Text gemacht. (Siehe dazu auch: Text versus Bild im Netz) Trotzdem ist es ein schlechtes Lesemedium und dem gedruckten Text in mancher Hinsicht unterlegen.
Für diesen Umstand gibt es mehrere Ursachen:

Geringe Bildschirmauflösung
Computermonitore haben eine Bildschirmauflösung von 72 dpi (dots per inch). Dies bedeutet, dass auf einem Feld von 2,54cm x 2,54cm nur ca. 5000 Bildpunkte zur Verfügung stehen. Drucker arbeiten meist mit 300 dpi und schaffen bis zu 2400 dpi.
Die Folgen: Feine Linien und Details können am Bildschirm nur schlecht dargestellt werden. Das wirkt sich auf die Darstellungsqualität sowohl von Schriften als auch von Bildern im Internet negativ aus.

Bildschirmflackern / Strahlung
Computermonitore (Flachbildschirme ausgenommen) haben eine Bildröhre, die Strahlung erzeugt. Ein Computerbild wird ca. zwischen 60 und 100 mal in der Sekunde neu aufgebaut. Obwohl wir dies nicht mehr bewusst wahrnehmen können, werden unsere Augen dadurch ermüdet.

Unbequeme Haltung
Im Gegensatz zum Buch, das wir überall hin mitnehmen und z.B. auch liegend
lesen können, zwingt uns der Computer an einen Schreibtisch.

Resultat: verändertes Leseverhalten
Diese Mängel des Mediums führen zu einer verminderten Leseleistung: Von einem Bildschirm lesen wir um ca. 25% langsamer als vom Papier und unsere Augen ermüden wesentlich rascher. Die Surfer passen sich diesen Umständen an und ändern im Internet ihr Leseverhalten: Bildschirmtext wird deshalb nicht Wort für Wort gelesen, sondern zuerst überflogen. (In amerikanischen Untersuchungen wird dieses Leseverhalten mit dem Begriff "Scanning" beschrieben). Dieses veränderte Leseverhalten tritt bei etwa vier Fünftel der Surfer auf. Sie überfliegen den Text zuerst um herauszufinden, ob er ihrem Informationsbedürfnis entspricht. Dabei suchen sie nach Stichwörtern oder Überschriften, die Ihnen Hinweise darauf geben. Dann erst werden einzelne Abschnitte genauer gelesen.
Bildschirmtexte werden außerdem kritischer betrachtet als gedruckte Texte. Die Verärgerung über einen Text, dessen Lektüre sich nach Ansicht der Nutzer nicht rentiert hat, ist am Computer wesentlich größer. Die Ursache dafür mag darin liegen, dass Surfer - zumindest im privaten Bereich - ihren Internetzugang pro Zeiteinheit bezahlen, und Menschen vor dem Computer generell eher ungeduldig sind.

Die Texte für Ihre Website müssen deshalb den besonderen Anforderungen des Internet sowie an das spezielle Leseverhalten angepasst werden. (Siehe dazu auch: Netztaugliche Texte).


Sie wünschen eine Beratung zu dieser Thematik?
Kontakt: office@learningsupport.at

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