A free world-class education for anyone anywhere

Hier ein Video für all jene die immer noch glauben, dass e-Learning eh noch nie funktioniert hat und eh nicht funktionieren kann eh nur eine Modeerscheinung ist und….
Salman Khan hat vor ein paar Jahren begonnen seiner Verwandtschaft per YouTube-Video Nachhilfe zu geben. Inzwischen leitet er eine Non-Profit-Organisation die sich zum Ziel gesetzt hat jedem Menschen die Chance auf Bildung zu geben. Zudem hat er ein Vorzeige-Modell dafür geschaffen wie e-Learning funktionieren kann. In diesem TED-Video erzählt der die Geschichte und die Vision der Khan Academy. Fazit: e-Learning funktioniert – wenn man es richtig macht 🙂

L3T ist online!

L3T steht für „Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien “ und ist ein kollaborativ erstelltes und interdisziplinäres Lehrbuch rund um eLearning. Das Buch ist nach 10 Monaten gemeinsamer Arbeit rechtzeitig zur Learntec hier online gegangen: http://l3t.eu. Mastermind des Projektes ist Martin Ebner von der TU Graz. Mitgearbeitet haben neben einem 10-köpfigen Kernteam 116 Autor/-innen und 80 Gutachter/-innen (einer davon schreibt gerade diese Zeilen;)
Das Buch steht unter einer CC-Lizenz und wird permanent aktualisiert und erweitert werden – Reinschauen und Bookmarken lohnt sich also.

YouTube goes Edu(cational)

Nachdem Apple mit der iTunes University schon seit Mai 2007 ein speziell auf (Hoch-)Schulen zugeschnittenes Angebot hat, fährt nun auch YouTube (und somit letztendlich Google) eine eigene Schiene für educational Videos: Das Angebot nennt sich schlicht und einfach YouTube EDU und versammelt haufenweise von Colleges und Universitäten erstelltes Videomaterial unter einem Dach. Der Kreis ist nicht so exklusiv wie bei dem im letzten Post vorgestellten Angebot und die Qualität dürfte hier auch durchmischt sein. Dafür besteht bei einer Veröffentlichung auf YuoTube eine bessere Chance auf „Laufkundschaft“.
Übrigens: Auch der FH Vorarlberg Learning Support hat schon eine Weile einen eigenen YouTube – Channel. Bislang sind nur zwei Kurzfilme zum Thema Wiki online, aber das soll ja auch nur ein Anfang sein…

“The knowledge is free, the degree will cost you money”

In Europa sind Hochschulen eher zögerlich wenn es darum geht ihre Dienstleistungen online zugänglich zu machen. In Amerika hingegen wird die Veröffentlichung von Kursunterlagen und Vorlesungsaufzeichnungen seit längerem als Möglichkeit gesehen Marketing zu betreiben und offensiv genutzt um neue Zielgruppen zu erreichen.
Ein Meilenstein auf diesem Weg war sicher die Open CourseWare Initiative des MIT, das im Oktober 2002 damit begann Unterlagen zu Lehrveranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Inzwischen hat allein das MIT 1800 Kurse online.
Die Open CourseWare Initiative führte zum Open CourseWare Consortium in dem über 200 Hochschulen zusammengeschlossen sind und Lernmaterialien zur Verfügung stellen – auch Österreich ist mittlerweile durch die Uni Klagenfurt vertreten.

Die Auswahl an frei zugänglichen Lehrunterlagen wird immer umfangreicher und qualitativ hochwertiger. Eine echte Perle in diesem Bereich ist sicher das Angebot auf Academic Earth (Danke für den Tipp, Walter:). Auf dieser Website bieten amerikanische Elite-Universitäten (konkret: Berkeley, Harvard, MIT, Princeton, Stanford und Yale) tausende Videovorlesungen an. Zusätzlich zu den Videoaufzeichnungen der Vorlesungen werden Powerpoints zum Download angeboten, die aber zuvor copyrightmässig angepasst werden.

Zwei Beispiele die ich mir angesehen habe:
http://academicearth.org/lectures/the-world-is-flat
http://academicearth.org/lectures/foundations-freud
( Unbedingt ausprobieren: den „Dim the lights“ – Link)

Open CourseWare bietet typischerweise ja keinen Zugang zu Lehrenden und auch kein Zeugnis. Es gibt jedoch erste Bestrebungen und Beispiele, in denen nicht nur die Unterlagen, sondern auch der Lehrprozess geöffnet und zugänglich gemacht wird.
Der Titel dieses Posts ist ein Zitat aus dem Blog von David Parry, einem Professor an der University of Texas at Dallas. Er beschloss aufgrund von Anfragen auch die Diskussionsphasen in seiner Lehrveranstaltung für Außenstehende zu öffnen.
Geht die Entwicklung also von „OpenContent“ über zu „OpenTeach“?

Wikis – auf gut deutsch

Im Sommer letzten Jahres bin ich über ein kurzes Video gestolpert in dem mit ganz einfachen Mitteln auf unterhaltsame und verständliche Weise erklärt wurde was RSS ist. Seitdem bin ein treuer Fan der Common Craft Show. In wenigen Minuten erklärt sie dir wie Wikis, Blogs oder Podcasts funktionieren – oder wie ein amerikanischer Präsident gewählt wird.
Allerdings muss man ziemlich gut Englisch können um Lee LeFever auch zu verstehen – sein Erzähltempo ist eher rasant. Grund genug für mich meine damalige Studienassistentin (Cornelia-Elisabeth Luise Fuchs, inzwischen nicht mehr Studentin sondern Absolventin) zu bitten „so etwas“ auf deutsch zu machen. Herausgekommen sind zwei witzige Kurzfilme welche die Frage „Was ist ein Wiki?“ beantworten und dem Orginal mindestens ebenbürtig sind.

Teil 2: Anlegen einer neuen Seite im Wiki

Neues aus „Digitalien“

Nach längerer Pause ist der „Elektrische Reporter“ wieder auf Sendung. Spannend: der Sprung vom rein webbasierten Video-Podcast zum zusätzlich über TV ausgestrahlten Magazin (ZDF-Infokanal). Einmal wöchentlich berichtet Mario Sixtus als elektrischer Reporter in ca. 10-minütigen Beitragen über Neuheiten aus „Digitalien“, soll heissen über aktuelle web-technologische Entwicklungen und ihre sozialen Auswirkungen. Sehr erfreulich: Die Inhalte erscheinen nach wie vor werbefrei und unter einer Creative Commons Lizenz. Getragen wird das Angebot wie schon zuvor vom Handelsblatt, zusätzlich ist noch das ZDF eingestiegen. 12 Folgen sollen es vorerst werden, wobei ich dem Elektrischen Reporter „2.0“ (da konnte ich jetzt wirklich nicht widerstehen) natürlich ein wesentlich längeres Leben wünsche!

Online-Lexikon Wirtschaftsinformatik

Ein Projekt der Europa – Universitat Viadrina in Frankfurt an der Oder sucht nach einem neuen Weg der kollaborativen Erstellung von hochwertigem Inhalt.

Ziel des Projektes: die wesentlichen Bereiche der Wirtschaftsinformatik durch Stichwortbeiträge in guter Qualität übers Web verfügbar zu machen. Dabei orientiert sich das Online-Lexikon Wirtschaftsinformatik einerseits an den Prinzipien der Wikipedia: Das Lexikon steht der Öffentlichkeit frei zugänglich zur Verfügung und Schreibende sind herzlich eingeladen ein Stichwort zu übernehmen. Leserinnen und Leser können Beiträge kommentieren oder eigene Beiträge vorschlagen.

Gleichzeitig versuchen die Herausgeber die Schattenseiten der Wikipedia zu vermeiden: So definieren die Herausgeber die Stichworthierarchie und geben somit die Struktur des Online-Lexikons vor. Sie entscheiden außerdem über die Vergabe von Stichwörtern an Autoren. Die inhaltliche und gestalterische Einheitlichkeit der Beiträge soll durch entsprechende Vorlagen gewährleistet werden.

Die erste „Ausgabe“ ist mit Beginn dieses Wintersemesters online gegangen und obwohl die Autorenliste schon recht lang ist und bereits viele Stichworte mit [R] als „reserviert“ gekennzeichnet sind, scheinen Inhalte derzeitig noch recht spärlich zu sein. Es bleibt also abzuwarten, ob das Konzept der „Sammelbandopedia“ aufgeht.

=> via Wisskomm Wochenschau

Statistik für alle – und für alles eine Statistik

So lautet das Motto von „Statista“, einem Statistik – Portal das einen freien Zugang zu über 1 Million Statistiken zu allen erdenklichen Themen bietet.
Das Interessante dabei: Die Statistiken sind interaktiv, z.B. können sie nach unterschiedlichen Kriterien (Geschlecht, Alter, Einkommen) gefiltert werden. Man kann sich auch selbst mit den Ergebnissen der Statistik vergleichen und so z.B. eine Antwort auf die Frage Wie viele Menschen haben eine höhere Handyrechnung als ich? bekommen (Bei mir sind es 29,5%). Die Website ist sehr freigiebig und ermöglicht es, die Statistiken sehr einfach in eigenen Webseiten zu verwenden – in diesem Blog hat es aber leider nicht funktioniert.

Abgerundet wird das Angebot durch ausführliche Angaben zu Herkunft und Durchführung der Untersuchungen. Insgesamt ein gelungenes Beispiel für den Mehrwert des interaktiven Mediums Internet – und gleichzeitig eine nützliche Ressource für Recherchen nach Statistiken aller Art.

Auf dem Weg zum „Plateau der Produktivität“

eLearning macht als Technologie die klassische Hype-Cycle Entwicklung (Gartner) durch. Im Zuge der dotcom – Euphorie rissen überzogene Erwartungen und unausgereifte Projekte eLearning in das „Tal der Enttäuschungen“. Es wurde eine Zeit lang still um das Thema, von einigen wurde eLearning für tot erklärt – und war irgendwie doch nicht tot zu kriegen. Seitdem entsteht nach und nach ein Verständnis für die Vorteile, die Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung, aber auch für die Grenzen.

MedialeProduktion.de ist ein Indiz dafür, dass wir uns langsam aber sicher auf das „Plateau der Produktivität“ (der letzten Stufe des Hype-Cycles) zu bewegen. Hier wurden Inhalte entwickelt, durch die Studierenden der Umgang mit Medien vermittelt werden soll – vom klassischen Interview über die Herstellung von Videos bis hin zu aktuellen Internet-Formen wie Blogs, Wikis und Online – Videos. Die Inhalte sind als Wikis öffentlich zugänglich und Außenstehende sind zu eigenen Beiträgen herzlich eingeladen.

Das Verbundprojekt von vier Hochschulen in Niedersachsen und will allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich selbstständig Medienkompetenzen und Wissen zu den Stichworten Medienpraxis, Medientheorie und Medieneinsatz anzueignen. Gleichzeitig werden die Inhalte als Ergänzung in Präsenzveranstaltungen oder in Online-Seminaren eingesetzt.

Die Betreiber klingen recht euphorisch:

„Wir können online gemeinsame Seminare mit anderen Hochschulen realisieren und tun das auch jetzt schon. Der jeweilige Dozent reist nur zu wenigen Präsenzveranstaltungen an die andere Hochschule und betreut ansonsten per Internet seine Studierenden und deren Aufgaben. Das heißt, wir sind nicht mehr auf die Themen und das Lehrpersonal der eigenen Hochschule beschränkt, sondern können irgendwann landesweit, national und international Expertenwissen für unsere Studierenden nutzen und vernetzen.“ =>von hier

Dieses Überschreiten der institutionellen Grenzen mit Hilfe von neuen Lehr- und Lernformen und die Einsatzbarkeit in vielfältigen didaktischen Szenarien machen das Projekt interessant und haben es in die Finalistenrunde des Medida Prix – sozusagen dem „Oscar“ für eLearning an Hochschulen gebracht.

=> medialeproduktion.de
=> via wisskomm tv

Einen Blick über den Tellerrand…

…verspricht ein Online – Wissenschaftsmagazin des renommierten Oldenbourg Verlags. Es ist unter www.economag.de erreichbar und bietet spannende Artikel zu unterschiedlichsten Themen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre – und das kostenfrei.
Die Artikel werden von anerkannten Experten im Magazinstil verfasst und eignen sich sehr gut für den Einsatz in Bildungszusammenhängen.
Unter Training sind Quizzes zu den Artikeln abrufbar in denen die Leser ihr Wissen überprüfen können. Abgerundet wird das Angebot durch einzelne Podcasts, die ebenfalls sorgfältig produziert sind, wie z.B. dieser 15-minütige Audio-Podcast zu den Grundbegriffen des Marketings.