From Learning Management to Personal Knowledge Management

Ein interessanter Artikel inklusive einer 10-minütigen Präsentation von Harold Jarche über die Anforderung an den „smart worker“ in der Wissensgesellschaft. Smart Workers tun seiner Ansicht nach vor allem 4 Dinge:

  1. Auf dem Laufenden bleiben
  2. Neues Wissen und neue Fähigkeiten erwerben
  3. Wissen und Erfahrungen (mit)teilen
  4. Lösungen für eigene Probleme entwickeln und/oder die eigene Produktivität verbessern

Interessant ist auch das Seek-Sense-Share Modell, das er in dieser Präsentation vorstellt:

 

Medienkompetenz im digitalen Zeitalter

“Der Begriff Medienkompetenz stammt aus den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und er bedeutete damals in etwa soviel wie zu wissen, dass die BILD-Zeitung lügt” , so Mario Sixtus in der aktuellen Folge des „Elektrischen Reporters„.

Die digitale Revolution mit ihren technischen, ökonomischen und sozialen Umwälzungen führte dazu dass dieser Begriff heute wesentlich mehr umfasst und eine zentrale Rolle in der Bildungsdiskussion einnimmt. Vor allem wer in Schulen, Bibliotheken und sozialen Einrichtungen Menschen begleitet oder Wissen vermittelt steht vor der Herausforderung auf das radikal veränderte mediale Umfeld zu reagieren.

Hier setzt der Zertifikatslehrgang Medienpädagogik an, der gemeinsam von der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG) und der Fachhochschule St. Gallen (FHSG) bereits zum vierten Mal durchgeführt wird. Teilnehmende bilden sich in sieben Modulen zu medienpädagogischen Fachpersonen weiter, indem sie als aktiv am Lerngeschehen beteiligte Erfahrungen sammeln und das erarbeitete Wissen in öffentliche Fachdiskussionen einbringen.

Die Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs sind befähigt, Sozial-, Bildungs- und
Bibliotheksinstitutionen in zentralen medienpädagogischen Fragen zu beraten, zum
Beispiel bei der Mediennutzung in Lehr- und Lernumgebungen, in soziokulturellen Pro-
jekten, im sozialpädagogischen Alltag oder im Wissensmanagement. Sie können medien-
pädagogische Projekte initiieren, begleiten, durchführen und evaluieren. Zusätzlich verfü-
gen sie über die Kompetenz, eigene Medieninhalte zu produzieren.

Der Lehrgang richtet sich an Lehrpersonen aller Stufen, Berufsleute der Sozialen Arbeit,
Dozierende an Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen, Fachleute der Berufs- und Erwachsenenbildung sowie Bibliothekarinnen und Bibliothekare.

Der Lehrgang beginnt am 25. November 2011.  Anmeldungen sind noch bis 18. Oktober 2011 möglich.

Nähere Informationen zum Lehrgang

Informationsbroschüre zum Lehrgang als PDF

 

Social Media in Lehre und Unternehmen

Stefan Hagen ist Absolvent der FH Vorarlberg, externer Lehrbeauftragter und selbstständiger Management-Berater. Er hat aus privatem Interesse vor einigen Jahren zu bloggen begonnen und schrittweise das Potenzial dieses Mediums sowohl für seine unternehmerische Arbeit als auch für seine Lehrtätigkeit an der FHV entdeckt.

In diesem Screenvideo spricht er über seine Erfahrungen in und mit neuen Medien.

Einige Kernaussagen:

  • Ein Blog ist ein hervorragendes Instrument – sowohl für das persönliche Wissensmanagement als auch für Lehrveranstaltungen.
  • Studierende müssen an die aktive Nutzung von Social Media herangeführt werden
  • Medienkompetenz im Bereich Social Media ist ein wichtiges Bildungsziel einer Hochschule
  • Social Media ist in den Unternehmen bislang nicht auf breiter Basis angekommen. Hauptursache dafür ist die Angst vor Kontrollverlust

Der Screencast dauert ca. 11 Minuten und ist auf YouTube online:

Erstsemestrige – Teil der „Net Generation“? #opco11

Die 6. Woche des OpenCourse 2011 steht unter dem Motto: „Wo wir heute stehen. Nutzungs- und Lernszenarien.“ Die Literaturliste macht deutlich dass es diesmal vor allem um die „Net Generation“ geht, ob es sie überhaupt gibt, was sie in und mit dem Netz macht und was das Netz mit ihnen macht.

Diese Fragen haben auch uns an der FH Vorarlberg beschäftigt, schließlich möchten wir wissen wer auf uns zukommt.  Deshalb haben wir vor nun fast zwei Jahren die Erstsemstrigen unter die Lupe genommen und sie nach ihrer technischen Ausstattung und Nutzungsgewohnheiten befragt.

Fazit: Wer heute ein Studium beginnt, hat einen Laptop und geht breitbandig ins Internet. Selbstverständlich nutzt man Wikipedia, YouTube und Facebook. Dass heisst aber noch lange nicht, dass jeder twittert, bloggt und weiss was „Social Bookmarking“ oder „RSS“ bedeuten soll. Die jungen Leute sind durchaus medienaffin, deswegen aber noch nicht automatisch medienkompetent.  Die studiums- und letztlich bildungsrelevante Medienkompetenz zu vermitteln sehe ich als eine der heute wichtigen Aufgabe einer Hochschule.

Das Paper das die Ergebnisse der Umfrage zusammenfasst als PDF:
Erstsemestrige – Teil der „Net Generation“?

Die Präsentation zum Paper auf Slideshare:

Nachdem die Umfrage im Herbst zwei Jahre alt wird, stell ich mir die Frage wie sie wohl diesmal ausfallen würde.
Zwei Vermutungen:
Die Facebook – Nutzung würde nun zwischen 90 und 100% liegen
Der Anteil der mobilen Webnutzung wäre nach oben geschnellt

Bin schon gespannt ob es im Rahmen des opco11 neue Erkenntnisse zum Thema gibt…

Das LMS der nächsten Generation?

Eine Woche urlaubsbedingte Abwesenheit vom #opco11 und schon quillt die Mailbox über von neuen Posts, Links, Gedanken, Verweisen usw. Schon beim ersten Schnellscan stösst man auf Interessantes, zum Beispiel auf den OnlineCampus der Uni Duisburg Essen mit dem versucht wird, das LMS-Konzept in die Gegenwart zu hieven. Das Ganze ist anscheinend ein für Lernzwecke aufgebohrtes Drupal fühlt sich bei einem ersten oberflächlichen Test richtig gut an – muss ich mir unbedingt näher ansehen.

Moderne Tools für die Lehre

Die Lehrenden der FH Vorarlberg setzen seit vielen Jahren digitale Medien und Werkzeuge für die Unterstützung von Lernprozessen ein. Die Art und Weise des Einsatzes ist dabei so vielfältig wie die Anforderungen der jeweiligen Situation und die speziellen Kompetenzen der Lehrperson. Oft wird auch „eLearning“ betrieben ohne sich dessen bewußt zu sein und ohne dass jemand außerhalb der Lehrveranstaltung etwas davon mitbekommt.
Deswegen möchte ich in loser Folge Beispiele des Einsatzes aufzeigen und damit motivieren Dinge auszuprobieren.

Den Anfang macht Patrick Fritz. Mit ihm habe ich vor Kurzem darüber gesprochen wie er verschiedene moderne Werkzeuge einsetzt um seine Lehre zu bereichern. Daraus ist ein ca. 15-minütiger Screencast Podcast entstanden:

Die Riesen-CD

Was passiert, wenn Kinder sich als „Medienarchäologen“ betätigen und versuchen sich einen Reim auf Geräte und Datenträger zu machen die mittlerweile mehr oder weniger ausgestorben sind? Sandra Schoen (aka Sandra Schaffert) und Martin Ebner haben es im Rahmen des L3T-Projektes probiert. Herausgekommen sind amüsante Umschreibungen und ein nettes YouTube Video, das einem sehr eindrücklich vor Augen führt wie tiefgreifend sich die Medienwelt in den letzten Jahrzehnten geändert hat:

L3T ist online!

L3T steht für „Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien “ und ist ein kollaborativ erstelltes und interdisziplinäres Lehrbuch rund um eLearning. Das Buch ist nach 10 Monaten gemeinsamer Arbeit rechtzeitig zur Learntec hier online gegangen: http://l3t.eu. Mastermind des Projektes ist Martin Ebner von der TU Graz. Mitgearbeitet haben neben einem 10-köpfigen Kernteam 116 Autor/-innen und 80 Gutachter/-innen (einer davon schreibt gerade diese Zeilen;)
Das Buch steht unter einer CC-Lizenz und wird permanent aktualisiert und erweitert werden – Reinschauen und Bookmarken lohnt sich also.