Google for educators

Letzen Samstag folgte ich einer Einladung und hielt an der Kadervernetzung 2009, einer jährlich stattfindenen Austauschplatform für ICT-Kursleitende der Ostschweiz einen Vortrag.
Dabei stellte ich verschiedene für die Verwendung in Lehr/Lernkontexten geeignete Google-Werkzeuge vor. Google kann ja mittlerweile vieles von dem, was klassische Learning Management Systeme können – und noch einiges mehr. In den anschließenden Diskussionen zeigte sich, dass das Potenzial zwar gesehen wird aber Googles schlechter Ruf im Bereich Datenschutz von der Nutzung der Werkzeuge abhält. Viele wünschen sich mehr Transparenz von Seiten des Giganten, gerade wenn es um sensible Daten von Schulkindern geht.
Nachdem ich nach dem Vortrag einige Anfragen erhielt hier die Präsentation als Download:
Präsentationsfolien als PDF (6MB)
Präsentationsfolien als Handzettel (6 Folien pro Blatt)

Zotero Workshop v. 1.5

Zotero scheint sich langsam an der FH Vorarlberg rumzusprechen. Habe heute in einem (sehr) kurzfristig angesetzen Workshop einem Lehrenden des Studiengangs Sozialarbeit und einigen Diplomandinnen Zotero näher gebracht.
Eine gute Gelegenheit die Workshop-Anleitung zu aktualisieren auf Version 1.5.1.
Bei Interesse: Zotero-Workshop-Anleitung downloaden
Zusätzlich zur Anleitung wird für den Workshop noch die deutsche Zotero-Dokumentation von der offiziellen Website benötigt: Dokumentation downloaden.

Hinweis: Mittwochnachmittag den 11. März findet ein weiterer Zotero-Workshop an der FH statt, der auch für das Zertifikat-eLearning angerechnet wird.
Ameldung per Mail an mich oder über die Website von Zertifikat eLearning.
Mehr Infos zum Workshop auf der Learning Support – Seite.

Zotero – Collections online stellen

Bis jetzt ist Zotero trotz aller tollen Features noch nicht richtig „2.0“, d.h. Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Austausch sind derzeit noch nicht wirklich implementiert. Sie arbeiten jedoch daran und die kommende Version 1.5 soll hier Möglichkeiten bieten.
Wer nicht solange warten möchte, kann nun durch die Installation eines Plugins mit dem hübschen Namen „Zotz“ seine Zotero-Collections über das „Citeline“-Projekt als „Exhibits“ veröffentlichen. Citeline ist ein Projekt des MIT mit dem Ziel die Veröffentlichung von Bibliographien und Literaturverzeichnissen zu ermöglichen.

Ich hab das Plugin soeben kurz getestet: Die Installation uns der Export nach Citeline funktionieren soweit problemlos, mit Umlauten und sonstigen Besonderheiten der deutschen Sprache kann Citeline aber derzeit nicht umgehen.
Der Screenshot zeigt, was ich meine:
Citeline-Screenshot

Hier der Link zu meinem Test-Exhibit
Nachsatz: Citeline funktioniert ebenso wie Zotero nur mit dem Firefox.

– – Nachtrag 10.6.09:
Mit dem Erscheinen der Version 2.0 von Zotero ist dieses Plugin überflüssig geworden.
– –

Zotero unter Beschuss!

Der Erfolg von Zotero (mittlerweile mehr als 1 Million Downloads) bringt die ersten Probleme für die Entwickler mit sich. Der Hersteller eines kommerziellen Literaturverwaltungsprogrammes verklagt die Universität welche Zotero entwickelt auf Schadenersatz. Zotero kann seit kurzem die Daten aus dem vom Kläger entwickelten Programm importieren, was nach seiner Ansicht einen „improper use“ darstellt. Wie der Wired Campus Chronicle berichtet fordert der Kläger für jedes Jahr in dem das Open – Source Produkt Zotero angeboten wurde 10 Millionen Dollar.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Entwicklung dieses großartigen Programmes nicht dadurch behindert wird.

– – – Nachtrag 9.6.09 – – –
Gute Neuigkeiten – die Klage wurde abgewiesen!
– – –

Zotero – Workshop

Letzte Woche habe ich auf Einladung der Bibliothek (in diesem Zusammenhang: Vielen Dank, Hans:) im Rahmen einer Informationsveranstaltung über verschiedene Programme zur Literaturverwaltung einen kurzen Überblick über Zotero gegeben. Nachdem das Tool einigen Anklang gefunden hat, biete ich kurzfristig einen Workshop zu Zotero an. Teilnehmende werden im Rahmen dieses Workshops das Programm installieren, eine kleine Recherche-Bibliothek anlegen und bearbeiten.
Mehr Info zum Workshop hier.

Kurzfristige Anmeldungen sind möglich – bitte über diesen Link.

Wissenschafltiches Arbeiten 2.0

In den letzten Tagen habe ich mir einige Werkzeuge angesehen, welche das wissenschaftliche Arbeiten erleichtern sollen. Dies deswegen, weil ich gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen an einer Weiterbildung zum Thema arbeite die kommenden Monat stattfinden soll. Mein Part dabei: Werkzeuge vorstellen, die „2.0“ sind, d.h. Tagging, Vernetzung, Mobilität usw. ermöglichen.

Hier unsere vorläufige Kriterienliste:

  • Möglichkeit von eigenen Exzerpten
  • Möglichkeit, Daten lokal abzuspeichern
  • „Tagging“ (Beschlagwortung:)
  • Langfristige Verfügbarkeit
  • Kosten: 10 – 30 EUR okay, besser open source oder freeware
  • Schnittstelle zu Bibliothek (Import von bibliografischen Daten)
  • Plattformunabhängig
  • Webtauglich
  • Technische Basis?
  • Verschiedene Medien abspeicherbar
  • Usability/Lernkurve

Angesehen habe ich mir zunächst LibraryThing, Bibsonomy und CiteULike. Die drei Werkzeuge sind sich recht ähnlich und dienen dazu, Referenzen zu verwalten – vereinfacht gesagt ein delicious für Bücher bzw. wissenschaftliche Papers.
Nach einem Tipp habe ich noch evernote ausprobiert; auf den ersten Blick vielversprechend, auf den zweiten enttäuschend.
Was ich bei den Werkzeugen vermisste, war entweder die Möglichkeit jegliche Art von Medium abzuspeichern oder meine „Fundstücke“ bei mir lokal zu haben; irgendetwas schien immer zu fehlen.

Und dann machte ich eine kleine Entdeckung: Sie nennt sich Zotero.

Zotero ist ein Plugin für den Firefox, und – auf den ersten Blick zumindest – sprechen die Ersteller zurecht von einem „Next Generation Research Tool“. Ich hatte jedenfalls das seltene aber schöne Gefühl, etwas gefunden zu haben nach dem ich schon lange gesucht hatte. Wenn das Werkzeug hält was es verspricht wird sich meine Arbeitsweise verändern – ob meine euphorische Einschätzung anhält muss sich noch zeigen – mehr dazu später.

Statistik für alle – und für alles eine Statistik

So lautet das Motto von „Statista“, einem Statistik – Portal das einen freien Zugang zu über 1 Million Statistiken zu allen erdenklichen Themen bietet.
Das Interessante dabei: Die Statistiken sind interaktiv, z.B. können sie nach unterschiedlichen Kriterien (Geschlecht, Alter, Einkommen) gefiltert werden. Man kann sich auch selbst mit den Ergebnissen der Statistik vergleichen und so z.B. eine Antwort auf die Frage Wie viele Menschen haben eine höhere Handyrechnung als ich? bekommen (Bei mir sind es 29,5%). Die Website ist sehr freigiebig und ermöglicht es, die Statistiken sehr einfach in eigenen Webseiten zu verwenden – in diesem Blog hat es aber leider nicht funktioniert.

Abgerundet wird das Angebot durch ausführliche Angaben zu Herkunft und Durchführung der Untersuchungen. Insgesamt ein gelungenes Beispiel für den Mehrwert des interaktiven Mediums Internet – und gleichzeitig eine nützliche Ressource für Recherchen nach Statistiken aller Art.

Auf dem Weg zum „Plateau der Produktivität“

eLearning macht als Technologie die klassische Hype-Cycle Entwicklung (Gartner) durch. Im Zuge der dotcom – Euphorie rissen überzogene Erwartungen und unausgereifte Projekte eLearning in das „Tal der Enttäuschungen“. Es wurde eine Zeit lang still um das Thema, von einigen wurde eLearning für tot erklärt – und war irgendwie doch nicht tot zu kriegen. Seitdem entsteht nach und nach ein Verständnis für die Vorteile, die Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung, aber auch für die Grenzen.

MedialeProduktion.de ist ein Indiz dafür, dass wir uns langsam aber sicher auf das „Plateau der Produktivität“ (der letzten Stufe des Hype-Cycles) zu bewegen. Hier wurden Inhalte entwickelt, durch die Studierenden der Umgang mit Medien vermittelt werden soll – vom klassischen Interview über die Herstellung von Videos bis hin zu aktuellen Internet-Formen wie Blogs, Wikis und Online – Videos. Die Inhalte sind als Wikis öffentlich zugänglich und Außenstehende sind zu eigenen Beiträgen herzlich eingeladen.

Das Verbundprojekt von vier Hochschulen in Niedersachsen und will allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich selbstständig Medienkompetenzen und Wissen zu den Stichworten Medienpraxis, Medientheorie und Medieneinsatz anzueignen. Gleichzeitig werden die Inhalte als Ergänzung in Präsenzveranstaltungen oder in Online-Seminaren eingesetzt.

Die Betreiber klingen recht euphorisch:

„Wir können online gemeinsame Seminare mit anderen Hochschulen realisieren und tun das auch jetzt schon. Der jeweilige Dozent reist nur zu wenigen Präsenzveranstaltungen an die andere Hochschule und betreut ansonsten per Internet seine Studierenden und deren Aufgaben. Das heißt, wir sind nicht mehr auf die Themen und das Lehrpersonal der eigenen Hochschule beschränkt, sondern können irgendwann landesweit, national und international Expertenwissen für unsere Studierenden nutzen und vernetzen.“ =>von hier

Dieses Überschreiten der institutionellen Grenzen mit Hilfe von neuen Lehr- und Lernformen und die Einsatzbarkeit in vielfältigen didaktischen Szenarien machen das Projekt interessant und haben es in die Finalistenrunde des Medida Prix – sozusagen dem „Oscar“ für eLearning an Hochschulen gebracht.

=> medialeproduktion.de
=> via wisskomm tv

Einen Blick über den Tellerrand…

…verspricht ein Online – Wissenschaftsmagazin des renommierten Oldenbourg Verlags. Es ist unter www.economag.de erreichbar und bietet spannende Artikel zu unterschiedlichsten Themen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre – und das kostenfrei.
Die Artikel werden von anerkannten Experten im Magazinstil verfasst und eignen sich sehr gut für den Einsatz in Bildungszusammenhängen.
Unter Training sind Quizzes zu den Artikeln abrufbar in denen die Leser ihr Wissen überprüfen können. Abgerundet wird das Angebot durch einzelne Podcasts, die ebenfalls sorgfältig produziert sind, wie z.B. dieser 15-minütige Audio-Podcast zu den Grundbegriffen des Marketings.

Der globale Hörsaal

Passend zum vorigen Beitrag: Damit man sich im stetig wachsenden Angebot an Online – Vorlesungen besser zurecht findet gibt es bereits seit längerem eine speziell auf diese Inhalte zielende Suchmaschine, erreichbar unter www.world-lecture-project.org In der erweiterten Suche stehen folgende Felder zur Verfügung um die Suche einzuschränken:

    Title
    Speaker
    Keywords
    Faculty
    Institution
    Country
    Language
    Date

Das World-Lecture-Project will so eine Institutions-übergreifende Plattform schaffen mit dem Ziel die grösste Sammlung von digitalen Vorlesungen im Internet zur Verfügung zu stellen.